Traumafolgestörungen

Das Auftreten gefährlicher Situationen gehört zum Lebensalltag. Wenn das Ausmaß der Bedrohung zu hoch ist und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen, kann es zur Überforderung kommen (mit Erleben von massiver Hilflosigkeit und dem Gefühl ausgeliefert zu sein). So kann eine Traumatisierung zu einer psychischen Verletzung führen die im Gedächtnisnetzwerk in problematischer Form fortbesteht. Dies können quälende Erinnerungen, belastende Bilder, Gefühle, Gedanken aber auch körperliche Beschwerden sein.

Es wird zwischen Traumata unterschieden, die eher kurzanhaltend waren, z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, Überfälle, sexuelle oder nichtsexuelle Gewalt, sogenannte Typ-I-Traumata und langanhaltende Traumata, wie z.B. eine Verkettung möglicherweise jahrelanger Traumatisierungen durch Misshandlung, Geiselhaft oder Gefangenschaft (Typ-II-Traumatisierung). Aus der wissenschaftlichen Forschung ist bekannt, dass insbesondere sogenannte man-made-desaster, also durch Menschen verübte Traumatisierungen, wie sexuelle oder nichtsexuelle Gewalt und Typ-II-Traumatisierungen ein besonders hohes schädigendes Potential besitzen.

Ich arbeite nach dem aktuellen wissenschaftlichen Standard. Daher stehen für mich zunächst Strategien zur Stabilisierung an erster Stelle. Erst wenn eine ausreichende Belastbarkeit vorliegt, wird im Rahmen einer vertrauensvollen und sicheren Atmosphäre an den Traumainhalten selbst gearbeitet. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der wissenschaftlich anerkannten Technik EMDR gemacht. Hierauf habe ich mich spezialisiert und die Zertifizierung als EMDR-Therapeut bei der EMDRIA und das Zertifikat Spezielle Psychotraumatherapie für Erwachsene bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie absolviert.

Weitere Tätigkeitsschwerpunkte: Depressionen | Angststörungen