Als Psychologischer Psychotherapeut bin ich zur Behandlung aller psychischen Probleme von Krankheitswert ausgebildet, die von den Kostenträgern bezahlt werden.

Meine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen:

Depressionen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass bei 3-5% der Weltbevölkerung die Kriterien für die Diagnose einer Depression erfüllt sind. Zu den Kriterien gemäß der Internationalen Klassifikation von Krankheiten (ICD-10) gehören z.B. Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, Antriebsminderung, ständiges Grübeln, negatives Denken, Schlafstörungen, ggf. Suizidgedanken oder gar -versuche. Die Symptomatik besteht fortdauernd über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen. Der Leidenszustand ist enorm. Hinzu kommen häufig Schuldgefühle nicht so zu funktionieren wie man sollte. Häufig kommt eine Isolation hinzu, da sich Betroffene auch von Menschen, die eigentlich immer unterstützten, unverstanden fühlen.

Die Erklärungen für dieses Störungsbild sind komplex. Neben genetischen Faktoren werden Veränderungen im Gehirnstoffwechsel vermutet sowie Persönlichkeitsfaktoren, Reaktionen auf Belastungen und physikalische Einflüsse (Dunkelheit, Winter). Eine einzelne Ursache findet sich meist nicht. Es ist eher von dem Zusammenwirken diverser Faktoren auszugehen.

Die Verhaltenstherapie bietet verschiedene Erklärungs- und Interventionsmodelle an. Der Fokus liegt hierbei darin wieder mehr Kontrolle über sich und das eigene Leben zu bekommen. Neben Verhaltenstherapie bietet auch Biofeedbacktherapie gute Ansätze. Ich habe auch gute Erfahrungen mit neueren wissenschaftlich fundierten Techniken wie ACT oder CBASP gemacht. Ferner kann eine Gruppenteilnahme unterstützen, um im Rahmen eines geschützten Umfeldes mit gleichermaßen Betroffenen die Isolation zu überwinden und gemeinsam an einer Verbesserung zu arbeiten.

Angststörungen

Angst ist im Kern eine alltägliche und überlebenswichtige Emotion, die verhindert, dass wir uns in lebensbedrohliche Gefahren begeben. Das Alarmsystem „Angst“ kann aber selbst aus den Fugen geraten, so dass eigentlich ungefährliche Situationen zu extremen Reaktionen führen. Aus dem Bewältigungsversuch der Vermeidung ängstigender Situationen können dann erhebliche Lebenseinschränkungen folgen. Dabei denke ich z.B. an Patienten von mir, die sich gar nicht mehr in der Lage sahen, alleine die eigene Wohnung zu verlassen. Die häufigsten Angststörungen sind die Agoraphobie (Angst vor Situationen in denen eine Flucht schwer möglich wäre, peinliches Aufsehen erregen würde oder aber keine Hilfe verfügbar wäre) und die Panikstörung, bei der akute Angst ohne reale Gefahr, scheinbar völlig losgelöst aus der Situation in der man sich befindet, auftritt. Häufig treten beide Angststörungen auch zusammen auf, ggf. auch mit Beschwerden aus dem Bereich der Depressionen.

Die Verhaltenstherapie bietet gute Behandlungsmöglichkeiten für Angststörungen an. Auch Biofeedback hat sich sehr bewährt. Hierdurch können die Zusammenhänge zwischen Angst und Körperreaktionen dargestellt und Strategien der Angstbewältigung geübt werden. Hypnotherapeutische Techniken sind gut geeignet um das verhaltenstherapeutische Arbeiten zu ergänzen.

Traumafolgestörungen

Das Auftreten gefährlicher Situationen gehört zum Lebensalltag. Wenn das Ausmaß der Bedrohung zu hoch ist und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht ausreichen, kann es zur Überforderung kommen (mit Erleben von massiver Hilflosigkeit und dem Gefühl ausgeliefert zu sein). So kann eine Traumatisierung zu einer psychischen Verletzung führen die im Gedächtnisnetzwerk in problematischer Form fortbesteht. Dies können quälende Erinnerungen, belastende Bilder, Gefühle, Gedanken aber auch körperliche Beschwerden sein.

Es wird zwischen Traumata unterschieden, die eher kurzanhaltend waren, z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, Überfälle, sexuelle oder nichtsexuelle Gewalt, sogenannte Typ-I-Traumata und langanhaltende Traumata, wie z.B. eine Verkettung möglicherweise jahrelanger Traumatisierungen durch Misshandlung, Geiselhaft oder Gefangenschaft (Typ-II-Traumatisierung). Aus der wissenschaftlichen Forschung ist bekannt, dass insbesondere sogenannte man-made-desaster, also durch Menschen verübte Traumatisierungen, wie sexuelle oder nichtsexuelle Gewalt und Typ-II-Traumatisierungen ein besonders hohes schädigendes Potential besitzen.

Ich arbeite nach dem aktuellen wissenschaftlichen Standard. Daher stehen für mich zunächst Strategien zur Stabilisierung an erster Stelle. Erst wenn eine ausreichende Belastbarkeit vorliegt, wird im Rahmen einer vertrauensvollen und sicheren Atmosphäre an den Traumainhalten selbst gearbeitet. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der wissenschaftlich anerkannten Technik EMDR gemacht. Hierauf habe ich mich spezialisiert und die Zertifizierung als EMDR-Therapeut bei der EMDRIA und das Zertifikat Spezielle Psychotraumatherapie für Erwachsene bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie absolviert.